Aktuelles


Information: Lizenzangebote für das Fotokopieren von Liedern in Seniorenheimen

Die grafische Vervielfältigung von Werken der Musik, also das Fotokopieren von Liedern, Liedtexten oder Musiknoten, ist gem. § 53 Abs. 4 a UrhG grundsätzlich nur nach Genehmigung durch den Rechteinhaber erlaubt. In diesem Fall ist das die VG Musikedition als die zuständige Verwertungsgesellschaft. Diese gesetzliche Regelung gilt auch für Senioren- oder Pflegeheime. Vor dem Hintergrund, dass der Musik bzw. dem Musizieren (z.B. Stichwort „Musikgeragogik“) in Senioren- und Pflegeheimen o.ä. eine immer größere Bedeutung zukommt, wurde die VG Musikedition von ihren Mitgliedern (Musikverlagen, Komponisten, Textdichtern) beauftragt, die grafischen Vervielfältigungsrechte an Werken der Musik gegenüber diesen Einrichtungen wahrzunehmen. Falls demnach in den genannten Einrichtungen Fotokopien oder sonstige Vervielfältigungen von Liedern, Liedtexten oder Musiknoten hergestellt und/oder verwendet werden, ist der Abschluss eines kostengünstigen und verwaltungseinfachen Lizenzvertrages mit der VG Musikedition notwendig (bereits ab EUR 59,- pro Jahr). Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail (Fvhs@vg-musikedition.de) oder telefonisch (0561 / 109656-14) an unsere Geschäftsstelle. Wir informieren Sie gerne.

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Kube erneut zum Kuratoriumsvorsitzenden gewählt

Auf der Mitgliederversammlung der VG Musikedition am 31. Mai 2016 in Berlin standen turnusgemäß die Wahlen des Kuratoriums des Kulturfonds auf der Tagesordnung. Die bisherigen Mitglieder des Kuratoriums, Stefanie Clement (Hofmeister Musikverlag, Leipzig), Dr. Michael Kube (Neue Schubert-Ausgabe, Tübingen) und Dr. Julia Ronge (Beethoven-Archiv, Bonn) bewarben sich erneut und wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig für drei weitere Jahre wiedergewählt. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung bestätigte das Kuratorium Dr. Michael Kube als seinen Vorsitzenden. Kube, geb. 1968 in Kiel, ist hauptamtliches Mitglied der Editionsleitung der Neuen Schubert-Ausgabe (Tübingen) und berät darüber hinaus das Berliner Startup IDAGIO – Welcome to Classical Music. Er gehört als Juror dem Preis der deutschen Schallplattenkritik an. Für die Dresdner Philharmoniker konzipiert er die Familienkonzerte phil. zu entdecken. Zudem ist er Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen sowie an der Musikhochschule Stuttgart. Die Förderung durch den Kulturfonds der VG Musikedition umfasst vor allem die finanzielle Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten, soweit sie sich auf das Arbeitsgebiet der VG Musikedition, insbesondere auf die Erschließung von Quellen und Dokumenten beziehen, sowie die Finanzierung von Notenausgaben, sofern die darin enthaltenen Werke bisher nicht oder nur unzureichend ediert waren.

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Mitgliederversammlung: VG Musikedition berichtet über erfolgreiches Jahr 2015 / Herausforderung "Musikschulen"

Auf der Mitgliederversammlung der VG Musikedition, die anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Verwertungsgesellschaft am 31. Mai 2016 in Berlin stattfand, konnte der Geschäftsführer der VG Musikedition, Christian Krauß, über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 berichten. Demnach erhöhten sich die Gesamterträge – ohne die Auflösung von Rückstellungen - auf EUR 6,356 Mio. (Vorjahr: EUR 5,902 Mio.). Die Verwaltungskostenquote lag mit 9,8 % erneut im einstelligen Bereich und die Gesamtausschüttungssumme stieg gegenüber dem Vorjahr von EUR 5,115 Mio. auf EUR 5,258 Mio. in 2015 an. In seinem Geschäftsbericht erläuterte Krauß, dass auf der Grundlage von wichtigen Vertragsabschlüssen im Vorjahr erfreulicherweise in nahezu allen Wahrnehmungsbereichen Ertragssteigerungen zu verzeichnen gewesen sind. Er verwies aber gleichzeitig auf bestimmte Sparten, in denen der Umfang der urheberrechtlichen Nutzung und die Vergütung noch in keinem angemessenen Verhältnis stünden. So führte Krauß bezüglich des Fotokopierens in Musikschulen aus: „Wir haben in 2015 zwar mit rund 170 Musikschulen einen Lizenzvertrag unterzeichnet. Dies kann allerdings nicht mehr als ein vorläufiges Zwischenergebnis sein. Es wird demnach in den nächsten Jahren noch intensiv daran gearbeitet werden müssen, dass öffentliche wie private Musikschulen, sofern sie Notenkopien herstellen und verwenden, auch flächendeckend Lizenzverträge unterzeichnen.“ Es müsse, so Krauß weiter, zielgerichtet dafür geworben werden, dass Musikschulen sich für eine Lizenzierung und gegen illegales Kopieren entscheiden. Hinsichtlich des BGH-Urteils vom 21. April 2016, mit dem die Verlegerbeteiligung an gesetzlichen Vergütungsansprüchen in Frage gestellt wird, erläuterte Krauß, dass sowohl der Bundesjustizminister Heiko Maas, die Kulturstaatssekretärin Prof. Monika Grütters wie auch die Bundestagsfraktionen der Großen Koalition sich für eine zeitnahe gesetzliche Neuregelung ausgesprochen haben. Der Geschäftsführer der VG Musikedition appellierte daher an die politischen Entscheidungsträger, den Worten und dem bekundeten politischen Willen so schnell wie möglich Taten folgen zu lassen, um auch in Zukunft eine gemeinsame Rechtewahrnehmung für Autoren und Verlage mit einem administrativ vertretbaren Aufwand zu ermöglichen. Dr. Axel Sikorski, Präsident der VG Musikedition, informierte in seinem Jahresbericht unter anderem über die zahlreichen Entscheidungen und Maßnahmen des Vorstands im Zusammenhang mit dem „Vogel-Verfahren“. Des Weiteren skizzierte Sikorski die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG), insbesondere auch die Kosten, die beispielsweise durch die Einführung von Online-Wahlen und elektronischen Abstimmungssystemen entstehen werden. Sikorski erläuterte weiter, der Vorstand werde nun in den nächsten Monaten die notwendigen Änderungen und Ergänzungen, die in der Satzung, im Berechtigungsvertrag und in den Verteilungsplänen vorgenommen müssen, vorbereiten und den Mitgliedern in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember zur Beschlussfassung vorlegen.

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Pressemeldung: Festakt 50 Jahre VG Musikedition / "Verlegerbeteiligung" im Fokus

Mit einem feierlichen Festakt würdigte die VG Musikedition am 30. Mai 2016 ihr 50-jähriges Bestehen in der Villa Elisabeth in Berlin. Rund 120 geladene Gäste aus Politik, Verbänden und anderen Verwertungsgesellschaften folgten der Einladung, um gemeinsam mit den Mitgliedern der VG Musikedition das Jubiläum zu feiern. Mathias Schmid, Abteilungsleiter aus dem Bundesjustizministerium, war als Keynote-Speaker gekommen, um zu aktuellen rechtspolitischen Themen auf deutscher und europäischer Ebene Stellung zu beziehen. Hinsichtlich des vor wenigen Wochen ergangenen Urteils des Bundesgerichtshofs zur Verlegerbeteiligung betonte Schmid, dass seiner Auffassung nach die Spielräume für den nationalen Gesetzgeber begrenzt seien. Es sei daher wichtig, die Frage der Beteiligung von Verlegern an Einnahmen aufgrund von gesetzlichen Vergütungsansprüchen vor allem auf europäischer Ebene zu klären. Des Weiteren berichtete Schmid unter anderem, dass der Referentenentwurf zur Modifizierung der Bildungs- und Wissenschaftsschranken inzwischen fertiggestellt sei und in Kürze veröffentlicht werde. Dr. Axel Sikorski, Präsident der VG Musikedition, hob in seiner Rede die positive Entwicklung der VG Musikedition der letzten Jahre hervor und verwies gleichzeitig auf die für die Verwertungsgesellschaften in naher Zukunft anstehenden Herausforderungen, zum Beispiel im Hinblick auf die Umsetzung des neuen Verwertungsgesellschaftengesetzes. Bezüglich des BGH-Urteils in Sachen „Verlegerbeteiligung“ stellte Sikorski fest: „Damit hat der BGH eine jahrzehntelange, bewährte Praxis der gemeinsamen Rechtewahrnehmung von Urhebern und Verlagen in Frage gestellt. Für die betroffenen Verwertungsgesellschaften bedeutet das Urteil des BGH, dass eine Beteiligung der Verleger an den Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich ist.“ Sikorski appellierte daher eindringlich an die Vertreter der Politik, sich im Interesse der Autoren und Verleger für eine rasche gesetzliche Lösung einzusetzen, damit auch in Zukunft die in der Vergangenheit erfolgreiche gemeinsame Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften fortgeführt werden kann. Weitere Grußworte sprachen Georg Oeller, GEMA-Vorstand, der die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen GEMA und VG Musikedition bei der Übernahme von Inkassomandaten betonte, und Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats. Er unterstrich in seiner Rede die große Bedeutung der Verwertungsgesellschaften für den Erhalt der kulturellen Vielfalt. Für die musikwissenschaftlichen Herausgeber würdigte Prof. Dr. Ulrich Konrad (Universität Würzburg) die Arbeit der VG Musikedition im Hinblick auf den Schutz wissenschaftlicher Ausgaben und Editiones principes. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom renommierten Leipziger Calmus-Ensemble, das Werke von Bach bis Kreisler und Elton John in originalen wie eigenen Arrangements höchst unterhaltsam zur Aufführung brachte.

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Video – Notenkopien in Musikschulen

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Video – Interview mit Christian Krauß zum Thema
„Fotokopieren in Musikschulen“

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Termine

15. September 2016

Hauptausschüttung "Vervielfältigungen in Freikirchen"

29. September 2016

Nachausschüttung "Vervielfältigungen in Freikirchen"

06. Dezember 2016

Außerordentliche Mitgliederversammlung (Kassel)


Sämtliche Abrechnungs- bzw. Ausschüttungstermine finden Sie im internen Mitgliederbereich.